Beim Abu-Dhabi-Grand-Prix am 23. November 2014 wurden erstmals und letztmals doppelte Punkte vergeben – ein zusätzlicher Druckfaktor im Titelkampf.
Das Saisonfinale 2014 fand am 23. November unter den Lichtern des Yas-Marina-Kurses statt und stand im Zeichen einer umstrittenen Regel. Die doppelten Punkte sollten das Meisterschaftsrennen bis zum Schluss offenhalten, weshalb der Sieger 50 statt 25 Zähler erhielt. Fans, Teams und Fahrer äußerten früh Kritik, doch die FIA hielt am Konzept bis zum Finale fest.
Im Mittelpunkt stand das Duell zwischen Lewis Hamilton
Lewis Hamilton prägte die moderne Formel-1. Ein Rekordfahrer, der gnadenlose Geschwindigkeit mit kl... und Nico Rosberg. Hamilton reiste mit deutlichem Vorsprung an, wusste aber, dass die neue Wertung seinen Vorsprung im Falle eines Defekts zunichtemachen konnte. Rosberg wiederum hatte eine letzte Chance, das Blatt zu wenden. Ihre Saison war geprägt von engen Qualifyings, taktischen Unterschieden und der klaren Überlegenheit des Mercedes W05.
Beim Start setzte sich Hamilton sofort an die Spitze. Rosbergs Hoffnungen schwanden, als Probleme mit dem ERS und der Getriebesteuerung seine Pace beeinträchtigten. Trotz der künstlich wirkenden Spannung durch die Punkteregel blieb das sportliche Bild entscheidend: Hamilton verwaltete das Rennen souverän und krönte sich zum Weltmeister, unabhängig von der Punktverdopplung.
Abseits des Titelkampfs bot Abu Dhabi das gewohnte Bild taktischer Vielfalt, verstärkt durch den Übergang vom Tages- zum Nachtlicht. Williams bestätigte seine starke Saison mit einem Podium, Red Bull kämpfte sich nach Qualifying-Strafen nach vorne, und die Mittelfeldteams nutzten die Chance auf zusätzliche Punkte als wirtschaftlichen Anreiz.
Kurz nach dem Rennen strich die FIA das Doppelpunkt-Experiment aus dem Regelwerk. Der breite Widerstand machte eine Wiederholung unmöglich. Das Finale 2014 blieb damit ein einmaliges Kapitel – ein Versuch, zusätzliche Dramatik zu erzeugen, der letztlich die Bedeutung sportlicher Konstanz hervorhob. Gleichzeitig beendete das Rennen die erste Hybrid-Saison und bestätigte Mercedes’ Dominanz sowie Hamiltons Titelgewinn.
