BAR machte die Vorstellung seines ersten Formel-1-Autos sofort zum Streitfall, als der BAR 01 in zwei unterschiedlichen Sponsor-Designs präsentiert wurde. Der Auftritt brachte Schlagzeilen, kollidierte aber direkt mit dem Reglement.
British American Racing stellte sicher, dass der Einstieg in die Formel 1 sofort auffiel. Bei der Präsentation des BAR 01 am 6. Januar 1999 zeigte das neue Team den Wagen in zwei verschiedenen Lackierungen, eine im Stil von Lucky Strike, die andere im Look von 555. Noch vor dem ersten Grand Prix hatte BAR damit eine der meistdiskutierten Enthüllungen der damaligen Zeit geliefert.
Die Idee war ebenso kommerziell wie visuell motiviert. BAR kam mit starker Unterstützung von British American Tobacco in die Formel 1 und wollte zwei Marken gleichzeitig in Szene setzen. Genau das machte den Auftritt spektakulär, führte aber auch zum Problem. Nach dem Reglement mussten beide Autos eines Teams weitgehend gleich aussehen, und BARs Konzept wurde deshalb schnell zum politischen und sportlichen Streitpunkt.
Gerade darin lag die Bedeutung dieser Vorstellung. Es ging nicht nur um auffälliges Design, sondern um ein frühes Signal, wie offensiv BAR als Neueinsteiger auftreten wollte. Für den Renneinsatz musste das Team später einen Kompromiss wählen, bei dem ein geteiltes Design auf einem Auto die ursprünglich zwei getrennten Lackierungen ersetzte.
Die BAR-01-Präsentation blieb deshalb in Erinnerung, weil sie zwei Konstanten der modernen Formel 1 bündelte: Vermarktung und Regulierung. Noch bevor der Wagen ein Rennen bestritt, hatte BAR bereits die Debatte bestimmt.
