Ben Sulayem zum FIA-Präsidenten Gewählt

17. Dezember 2021

Mohammed Ben Sulayem löste Jean Todt ab und übernahm die politische Verantwortung für die Formel 1 und alle FIA-Serien.

Mit der Wahl von Mohammed Ben Sulayem am 17. Dezember 2021 endete die lange Amtszeit Todts und begann eine Phase, in der Governance und Strukturen neu geordnet werden mussten. Die Entscheidung fiel in einer Woche, die deutlich gemacht hatte, wie sehr die regulatorischen Abläufe unter Druck geraten waren. Sein Auftrag bestand daher darin, Entscheidungswege zu präzisieren, Kontrolle zu stärken und das Vertrauen der Teams in die Institution wieder zu festigen.

Die Bedeutung dieser Übergabe zeigte sich vor allem im Kontext der Formel 1. Kostenobergrenze, Einschränkungen bei aerodynamischen Tests und das neue technische Fundament verlangten eine strikte und nachvollziehbare Umsetzung. Jede Unklarheit im Reglement konnte das sportliche Ansehen gefährden. Ben Sulayem übernahm ein Gefüge, das ein klareres Verhältnis zwischen sportlicher Exekutive und politischer Führung benötigte. Die ersten Monate nutzte er, um Zuständigkeiten neu zu verteilen und interne Prüfmechanismen zu stärken.

Parallel dazu trieb Liberty Media die internationale Expansion der Serie voran. Dies erhöhte den Abstimmungsbedarf zwischen sportlicher Integrität und kommerziellen Zielen. Ben Sulayem musste regulatorische Neutralität wahren, während steigende Zuschauerzahlen, Nachhaltigkeitsvorgaben und wachsendes Herstellerinteresse zusätzliche Anforderungen stellten. Diese Faktoren beeinflussten seine Arbeit an künftigen Motorenregeln und der Bewertung potenzieller neuer Teilnehmer.

Auch die übrigen FIA-Meisterschaften profitierten von der Neuordnung. Rallye, Langstrecke und regionale Kategorien brauchten einheitlichere Maßstäbe für Sicherheit und Umweltfragen. Durch die Bündelung zentraler Kompetenzen sollte die Fragmentierung reduziert werden, die sich über Jahrzehnte aufgebaut hatte. Insgesamt markierte die Wahl einen strukturellen Neustart, der Governance, Technik und Vermarktung enger miteinander verzahnte.

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