Am 2. Dezember 2014 erhielt Caterham die FIA-Erlaubnis, das 2014er Chassis auch 2015 zu nutzen, um eine mögliche Rettung des Teams zu erleichtern.
Die FIA-Entscheidung vom 2. Dezember 2014, Caterham den Einsatz seines 2014er Autos im Jahr 2015 zu gestatten, spiegelte die schwierige Lage des Teams wider. Caterham befand sich Ende 2014 in der Insolvenzverwaltung, und die Ausnahmeregel sollte die unmittelbaren Kosten eines neuen Fahrzeugs nach aktualisiertem Reglement vermeiden. Dadurch entstand ein realistischeres Szenario für potenzielle Käufer, die kein teures Entwicklungsprogramm übernehmen wollten.
Die Ausnahme war bemerkenswert, da jährliche Regeländerungen ältere Chassis normalerweise unbrauchbar machen. Anpassungen an Nase, Crashstrukturen und Aerodynamik hätten selbst bei gelockerten Vorgaben Modifikationen erfordert. Die FIA akzeptierte dies, um die Starterfeldgröße nicht weiter zu gefährden.
Sportlich hätte Caterham 2015 mit deutlichen Nachteilen leben müssen. Ein Aerokonzept aus 2014 verliert insbesondere in schnellen Kurven an Effizienz, und die unveränderte Motorinstallation hätte Fortschritte bei Kühlung und Packaging begrenzt. Dennoch wäre der Rückzug des Teams eine größere Belastung für die Serie gewesen.
Die Maßnahme sollte Caterham Zeit geben, neue Investoren zu finden. Obwohl die Rettung scheiterte, zeigte die Entscheidung, wie regulatorische Flexibilität genutzt werden kann, um angeschlagene Teams in kritischen Phasen zu unterstützen.
