Am 26. November 2008 präsentierte Bernie Ecclestone ein Konzept mit Gold–Silber–Bronze statt Punkten. Die Idee sollte Siege aufwerten, wurde aber verworfen.
Bernie Ecclestone stellte am 26. November 2008 einen ungewöhnlichen Reformvorschlag für die Formel 1 vor. Statt Punkten wollte er eine Medaillenwertung einführen, bei der die Anzahl der Goldmedaillen den Weltmeister bestimmen sollte. Ziel war es, Siege stärker zu belohnen und zurückhaltende Strategien im Titelkampf weniger attraktiv zu machen.
Der Vorschlag folgte Jahren, in denen konstante Ergebnissammler Titelgewinne errungen hatten. Ecclestone war überzeugt, dass ein Medaillensystem aggressiveres Racing fördern würde. Außerdem sah er Parallelen zu globalen Sportereignissen, deren Erfolg über Medaillen definiert wird.
Die Reaktionen der Teams fielen gemischt aus. Einige Verantwortliche begrüßten den Ansatz, fragten jedoch, wie Mittelfeldkämpfe bewertet werden sollten. Auch Fahrer äußerten Zweifel, ob Medaillen allein den Verlauf einer langen Saison ausreichend abbilden könnten. Zusätzlich entstanden Fragen zur Konstrukteurswertung.
Mit fortschreitender Diskussion setzte sich die Meinung durch, das bestehende Punktesystem anzupassen statt es vollständig zu ersetzen. Das Bedürfnis, Siege aufzuwerten, wurde anerkannt, doch die Medaillenidee fand keine breite Unterstützung.
Schließlich verschwand der Vorschlag aus der Agenda. Er hinterließ jedoch Impulse, die später zu höheren Punktezahlen für Rennsiege führten und damit Ecclestones Grundgedanken teilweise umsetzten.
