Ferrari macht Binotto zum Chef

7. Januar 2019

Ferrari ernannte Mattia Binotto am 7. Januar 2019 zum Teamchef. Damit endete die Amtszeit von Maurizio Arrivabene nach der Saison 2018 und in Maranello begann eine neue Führungsphase.

Ferrari ernannte Mattia Binotto am 7. Januar 2019 zum Teamchef und übergab damit eine der exponiertesten Führungsrollen der Formel 1 an einen Mann aus den eigenen Reihen. Maurizio Arrivabene schied nach der Saison 2018 aus dem Amt aus. Damit ging eine Phase zu Ende, in der Ferrari wieder regelmäßig um Titel kämpfte, den letzten Schritt aber nicht schaffte.

Binotto war intern bereits eine Schlüsselfigur. Auf technischer Ebene hatte er großen Anteil daran, dass Ferrari zu Mercedes aufschließen konnte. Seine Beförderung war deshalb mehr als ein Personalwechsel an der Spitze. Ferrari setzte bewusst auf technische Kontinuität, auf Umbau innerhalb der Organisation und auf einen Führungsstil mit starkem Ingenieurhintergrund.

Das war bedeutsam, weil die Saison 2018 gezeigt hatte, wie wenig reine Geschwindigkeit allein garantiert. Ferrari verfügte zeitweise über ein Auto auf Titelkurs, verlor jedoch durch Strategiefehler, operative Patzer und wachsenden Druck entscheidenden Boden. Der Wechsel an der Spitze war daher auch eine sportliche Reaktion auf verpasste Chancen.

Binottos Ernennung stand somit für mehr als eine übliche Neuordnung. Ferrari versuchte, vorhandene Performance in eine geschlossener funktionierende Titelstruktur zu überführen. In Maranello wird jede solche Entscheidung daran gemessen, ob sie den Weg zurück an die Spitze verkürzt.

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