Der FIA-Weltrat stimmte 2013 einer Doppelpunkt-Finalregel zu, die sofort Kontroversen auslöste.
Die Entscheidung des FIA-Weltrats vom 10. Dezember 2013, im Saisonfinale 2014 doppelte Punkte zu vergeben, führte sofort zu Diskussionen. Ziel war es, den Titelkampf bis zum Schluss offen zu halten, indem das letzte Rennen ein deutlich höheres Gewicht erhielt. Teams und Fahrer mussten daher Szenarien berücksichtigen, in denen ein einziger Sonntag den Verlauf eines gesamten Jahres umwerfen konnte. Strategien wurden entsprechend angepasst, da der Wert der Finalrunde außergewöhnlich hoch lag.
Der Ansatz reagierte auf Jahre, in denen Meisterschaften früh entschieden wurden und die Spannung nachließ. Organisatoren hofften, dass ein aufgewertetes Finale Zuschauer binden und den kommerziellen Schwung sichern könnte. Doch viele sportliche Leiter warnten, die Regel verzerrte die Leistungskontinuität. Ein technisch bedingter Ausfall im Finale hätte doppelte Wirkung und könnte die Saisonbilanz entstellen. Damit drohte das Grundprinzip der Beständigkeit an Wert zu verlieren.
Auch bei den Fans stieß die Maßnahme auf Ablehnung. Sie kritisierten die künstliche Anhebung des Risikos und zweifelten daran, dass ein Finale mit Sonderstatus der DNA des Sports entsprach. Obwohl die Regel 2014 angewendet wurde, war klar, dass sie keinen Bestand haben würde. Nach nur einer Saison wurde sie gestrichen, oft als Beispiel genannt, wie schwer es ist, Spannung über Manipulation des Punktesystems zu erzeugen.
