Karthikeyan kehrt mit HRT in F1 zurück

6. Januar 2011

Narain Karthikeyan kündigte am 6. Januar 2011 sein Formel-1-Comeback mit HRT an und beendete damit eine fünfjährige Pause im Grid. Damit kehrte Indiens erster F1-Fahrer in einer wichtigen Phase für den Sport im Land zurück.

Narain Karthikeyan rückte am 6. Januar 2011 wieder ins Zentrum der Formel-1-Aufmerksamkeit, als er bekanntgab, in der kommenden Saison für HRT zu fahren. Es war seine erste Rückkehr in ein Stammcockpit seit 2005, als er für Jordan antrat. Gleichzeitig stand die Formel 1 vor einem neuen Kapitel in Indien, denn später im selben Jahr sollte dort erstmals ein Grand Prix stattfinden.

Die Bedeutung dieser Rückkehr ging damit über den reinen Fahrerwechsel hinaus. Karthikeyan war als erster indischer Formel-1-Rennfahrer immer auch eine Symbolfigur, und seine Verpflichtung verschaffte HRT Sichtbarkeit und wirtschaftliche Relevanz. Für ein kleines Team am Ende des Feldes war das ein wichtiger Faktor. HRT brauchte Geld, Erfahrung und öffentliche Aufmerksamkeit, und Karthikeyan brachte von allem etwas mit.

Sportlich blieb die Aufgabe allerdings enorm. HRT gehörte zu den jüngsten und schwächsten Teams im Feld, weshalb ein Comeback kaum in Punkten gemessen werden konnte. Es ging vielmehr darum, sich im Starterfeld zu behaupten, Glaubwürdigkeit aufzubauen und die Verbindung zwischen Indien und der Formel 1 kurz vor dem Heimrennen zu stärken.

Genau deshalb hatte die Ankündigung Gewicht. Karthikeyan kehrte nicht unter idealen Voraussetzungen zurück, aber zu einem passenden Zeitpunkt. Sein Comeback verband seine Pionierrolle aus dem Jahr 2005 mit einem neuen Abschnitt der indischen Formel-1-Geschichte.

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