Maria Teresa de Filippis stirbt mit 89

8. Januar 2016

Maria Teresa de Filippis, die erste Frau in einem Formel-1-WM-Lauf, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Ihr Name bleibt mit einem der wichtigsten frühen Meilensteine der Serie verbunden.

Maria Teresa de Filippis ist am 8. Januar 2016 im Alter von 89 Jahren gestorben. Damit verlor die Formel 1 eine echte Pionierin: die erste Frau, die einen Lauf zur Weltmeisterschaft startete.

Die Italienerin durchbrach diese Grenze 1958, als sie sich in einem Maserati 250F für drei WM-Grands-Prix qualifizierte. Ihr bestes Ergebnis war Rang zehn beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps. Sportlich waren das keine Spitzenresultate, historisch aber hatte ihr Einsatz enormes Gewicht. Die Formel 1 jener Zeit war extrem gefährlich, technisch fordernd und sozial noch stärker abgeschottet als in späteren Jahrzehnten. De Filippis schaffte den Weg ins Starterfeld dennoch aus eigener Leistung.

Ihre Grand-Prix-Karriere blieb kurz, ihre Wirkung aber reichte weit darüber hinaus. Über Jahrzehnte wurde ihr Name immer dann genannt, wenn es um die Rolle von Frauen im Spitzenmotorsport ging. Gerade weil so lange kaum Nachfolgerinnen auf WM-Niveau auftauchten, blieb ihre Leistung besonders sichtbar.

De Filippis war deshalb nicht nur eine Randfigur der Frühzeit, sondern eine wichtige Bezugsperson in der Geschichte der Formel 1. Ihr Tod kappte eine direkte Verbindung zu den Anfangsjahren der Weltmeisterschaft und zu einem Schritt, dessen Bedeutung für den Sport bis heute nicht verblasst ist.

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