Am 16.12.2009 bestätigte Renault den Verbleib in der Formel 1, indem ein großer Anteil an Genii Capital verkauft wurde, während Name und Motorenprogramm erhalten blieben.
Die Entscheidung beendete Wochen der Unsicherheit nach einer schwierigen Saison mit finanziellen Belastungen und den Folgen der Singapur-Affäre. Durch den Einstieg von Genii Capital erhielt das Team sofortige Mittel sowie einen Partner mit klarem Fokus auf geschäftliche Entwicklung. Dadurch konnte Renault seine Werksteamsignatur wahren, ohne die vollständigen Betriebskosten tragen zu müssen.
Der Aufbau des Deals spiegelte die veränderten Anforderungen an Teams wider, finanzielle Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit auszubalancieren. Genii übernahm operative Führung, während Renault seine technische Infrastruktur und Motorabteilung fortführte. Damit blieb Aerodynamik-Kontinuität gewährleistet, ein wichtiger Faktor angesichts der neuen Regeln zu Tankverbot und höheren Startgewichten für 2010.
Die Beibehaltung des Markennamens sorgte für Stabilität gegenüber Sponsoren und Zulieferern, die nach einer Saison negativer Schlagzeilen Klarheit verlangten. Zudem blieb das Team ein zentraler Nutzer des Renault-Motors, der durch Red Bulls Fortschritte an Bedeutung gewonnen hatte.
Der Verbleib in der Formel 1 erfüllte somit wirtschaftliche wie sportliche Ziele. Renault reduzierte Risiken, behielt jedoch Einfluss auf die technische Ausrichtung, während Genii eine Basis für langfristige Umstrukturierung erhielt.
