Michael Schumacher gewann am 27. März 1994 den Großen Preis von Brasilien und damit den Saisonauftakt für Benetton. Das Rennen fand vor Ayrton Sennas erstem WM-Start für Williams statt, der ohne Punkte endete.
Michael Schumacher eröffnete die Formel-1-Saison 1994 am 27. März mit dem Sieg beim Großen Preis von Brasilien und verschaffte Benetton damit sofort einen Vorteil in einem Jahr, das später zu den folgenreichsten der Sportgeschichte zählen sollte. In Interlagos verband Schumacher Tempo, Reifenmanagement und Rennkontrolle zu einer souveränen Vorstellung und schlug Damon Hill im ersten Lauf der Saison.
Über dem Rennen lag jedoch noch eine größere Geschichte. Ayrton Senna bestritt nach seinem Wechsel von McLaren zum amtierenden Spitzenteam Williams seinen ersten WM-Start für den neuen Rennstall. In São Paulo machte ihn das automatisch zur Hauptfigur des Wochenendes: Heimrennen, neues Auto und die Erwartung, dass der Titelkampf nun direkt zwischen Senna und Schumacher laufen würde.
Am Sonntag lieferte Schumacher allerdings das vollständigere Rennen. Senna setzte ihn zwar unter Druck, drehte sich bei der Jagd auf den Benetton jedoch von der Strecke und schied aus. Der Kontrast war klar. Williams brachte Renommee mit, Senna zog die Aufmerksamkeit auf sich, aber Benetton verließ Brasilien mit dem Sieg und dem ersten sportlichen Vorteil.
Das Ergebnis prägte die Anfangsphase der Saison 1994. Schumacher stand sofort als Maßstab da, während Sennas Williams-Debüt weniger als Aufbruch denn als erstes Signal eines unruhigen und sportlich härteren Jahres in Erinnerung blieb.
