Williams bestritt am 15. Januar 1978 sein erstes Formel-1-WM-Rennen als eigener Konstrukteur. Alan Jones stand mit dem neuen FW06 beim Großen Preis von Argentinien am Start.
Williams war schon vor 1978 in der Formel 1 vertreten, doch der 15. Januar 1978 markierte einen neuen Anfang. Beim Großen Preis von Argentinien absolvierte das Team seinen ersten WM-Start mit einem eigenen Chassis, dem FW06, gefahren von Alan Jones.
Genau das machte den Moment so wichtig. Frank Williams und Patrick Head waren nicht mehr auf ein Kundenauto angewiesen. Der FW06 war das erste Auto der neuen Struktur Williams Grand Prix Engineering und gab die technische Richtung vor, mit der sich das Team bald zu einem ernsthaften Titelkandidaten entwickeln sollte. Deshalb ist Buenos Aires vor allem als Startpunkt eines echten Konstrukteurprojekts bedeutend.
Das Rennen selbst brachte noch keinen Ertrag. Jones qualifizierte sich auf Platz 14 und fiel mit einem Defekt an der Einspritzung aus. Punkte gab es also nicht. Trotzdem bleibt dieses Wochenende ein Schlüsseldatum in der Geschichte von Williams. Es war der erste Renneinsatz des Autos, das dem Team eine eigene technische Identität gab.
Die Tragweite wurde erst später voll sichtbar. Der FW06 war kein sofortiges Wunderauto, aber er schuf eine stabile Basis. Im weiteren Verlauf der Saison 1978 folgten starke Ergebnisse und ein Podestplatz, und Williams machte den ersten klaren Schritt in Richtung Spitze der Formel 1.
